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    Kolleg Mittelalter und Frühe Neuzeit

    Würzburger Forschungen zu Mittelalter und Früher Neuzeit: Neuerscheinungen

    Diese Seite enthält eine Auswahl neuerer Buchpublikationen im Rahmen des Kollegs. Ausführliche Informationen finden Sie auf den persönlichen Homepages der Mitglieder.


     

    Geschichte in Geschichten. Hg. v. Friederike Felicitas Günther und Markus Hien. Würzburg 2016 (Würzburger Ringvorlesungen Bd. 14).

    Wie gelingt es der Literatur bis in die heutige Zeit, historische Ereignisse für spätere Generationen anschaulich und erfahrbar zu machen? Und vor allem: Warum ist das so? Homers Erzählung vom Trojanischen Krieg, die Französische Revolution auf der Theaterbühne, der 11. September im Gedicht: Seit jeher nutzt der Mensch zur Erinnerung des Vergangenen die Erzählkunst. Das Vergangene erhält dadurch ein ganz eigenes Gesicht. Wodurch gelingt es der Literatur bis in die heutige Zeit, historische Ereignisse für spätere Generationen anschaulich und erfahrbar zu machen und wie verändert Kunst die Wahrnehmung und Bewertung historischer Daten?


     

    Der Tod und die Künste. Hg. v. Friederike Felicitas Günther und Wolfgang Riedel. Würzburg 2016 (Würzburger Ringvorlesungen Bd. 13).

    Die Künste haben sich seit den frühesten Zeugnissen der Bestattungskultur immer wieder an Antworten versucht und Deutungen des Todes erprobt, die den Einzelnen mit teils tröstlichen, teils erschreckenden Visionen seines Endes konfrontierten. Die Frage nach dem Tod zielt daher in den Kernbereich der Anthropologie und ist als solche von jeher Thema der Künste.

    Der zunehmenden Verdrängung des Todes aus dem Alltagsleben der Moderne seit der Frühen Neuzeit entspricht eine geradezu gegenläufige Entwicklung in den Künsten, die diese äußerste Grenzerfahrung in immer neuer Form vergegenwärtigen. Das ästhetische Spektrum umfasst dabei die Überhöhung des Menschen im Angesicht des Todes und zugleich seine äußerste Erniedrigung, es spiegelt Erlösungshoffnungen und apokalyptische Schreckenszenarien.


     

    Sammeln. Eine (un-)zeitgemäße Passion. Hg. v. Martina Wernli. Würzburg 2016 (Würzburger Ringvorlesungen Bd. 12).

    Lesen und Sammeln teilen sich ihre etymologische Wurzel – verstreut Herumliegendes wird zusammengetragen, erlesen und in eine Ordnung gebracht. Dieser Prozess geht in der Literatur(-wissenschaft) schreibend vonstatten, beim Schreiben wird gesammelt, verlesen, lesbar gemacht, und die Lesenden wiederum können dadurch belesen werden. Sammeln ist ein Forschungsthema, das auch im Bereich der Geschichte, Philosophie oder in den Museumswissenschaften in den letzten rund zwanzig Jahren wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Die Publikation betrachtet Sammeln nicht als ausschließlich modernes Phänomen und beschäftigt sich deshalb mit Fragen nach der Bedeutung des Sammelns in unterschiedlichen Zeiten. Diese Fragen sind interdisziplinär ausgerichtet und lauten etwa: Was wird gesammelt – res oder verba? Wer sammelt? Welche Gegenstände werden gesammelt? War der Mensch immer schon ein Sammler? Oder: Wie kommt das Motiv des Sammelns in Texten vor? Der Bogen spannt sich dabei vom Mittelalter bis in die Zeiten von ‚Big Data‘. Die Beiträge stammen aus der Literatur- und Sprachwissenschaft, aus der (Medizin-)Geschichte, der Museologie und den Digital Humanities.


    Horst Brunner/Freimut Löser (Hrsg.): Sangspruchdichtung zwischen Reinmar von Zweter, Oswald von Wolkenstein und Michel Beheim. Wiesbaden 2017 (Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft 21).


    Julius Echter Patron der Künste. Katalog zur Ausstellung Würzburg 2017. Hg. v. Damian Dombrowski, Markus Maier und Fabian Müller. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2017.


    Cornelius Lange: Cornelius Pleier - ein Lebensbild. In: Coburger Geschichtsblätter. Bd. 24. Coburg 2016, S. 11-26.


    Shakespeare in Cold War Europe: Conflict, Commemoration, Celebration. Hg. v. Isabel Karremann und Erica Sheen. Palgrave 2016.


    Frank Kleinehagenbrock: Kirchenmusik in der frühneuzeitlichen Grafschaft Wertheim. Eine Annäherung an Rahmenbedingungen, Funktion und Bedeutung. In: Wertheimer Jahrbuch 2015, S. 81-100.


    Frank Kleinehagenbrock: Adel und Bauernkrieg in Franken. In:  Bauernkrieg in Franken. Hg. v. Franz Fuchs und Ulrich Wagner. Würzburg 2016 (Publikationen aus dem Kolleg „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ 2), S. 393-412.


    Frank Kleinehagenbrock: Der Südwesten am Ende des Dreißigjährigen Krieges. Zu den Bedingungen von Krise und Entwicklungspotentialen des Klosters Schöntal zur Mitte des 17. Jahrhunderts. In:  Die Zisterzienser. Konzeption klösterlichen Lebens. Hg. v. Joachim Werz. Regensburg 2017, S. 87-95.


    Dominik Burkard: Von Reformsiegern zu Reformverlierern? Jesuiten als Universitätstheologen. In: Reformverlierer 1000-1800. Zum Umgang mit Niederlagen in der europäischen Vormoderne. Hg. v. Andreas Bihrer/Dietmar Schiersner. Berlin 2016 (Zeitschrift für Historische Forschung. Beiheft 53), S. 277-313.


    Dominik Burkard: „ … Diener des Königs, aber zuerst Diener Gottes …!“ Mittler des Glaubens (32): Thomas Morus (1477/78-1535). In: Würzburger Katholisches Sonntagsblatt Nr. 16 (17. April 2016), S. 26 f.


    Dominik Burkard: Georg Grupp (1861-1922) – Ein katholischer Priester als Kulturhistoriker. In: Zur Debatte. Themen der Katholischen Akademie in Bayern 46/4 (2016), S. 36-39.


    Dominik Burkard: „Traditionelle“ kirchliche Lehre oder Doktrin im Wandel? Ehe, Partnerschaft und Sexualität im Spiegel katholischer Katechismen (16.-20. Jhd.). In: Die christliche Ehe – erstrebt, erlebt, erledigt? Fragen und Beiträge zur aktuellen Diskussion im Katholizismus. Hg. v. Dominik Burkard. Würzburg 2016 (Würzburger Theologie 15), S. 9-92.


    Dominik Burkard: Luther und die Reformation 1517-2017. Kritische Anmerkungen (nicht nur) zur Luther-Biographie von Heinz Schilling. In: Neu hinsehen: Luther. Katholische Perspektiven – ökumenische Horizonte. Hg. v. Stephan Mokry, Reinhard Grütz und Ludger Nagel. Leipzig/Paderborn 2016, S. 116-135.


    Brigitte Burrichter: Die Damen und ihre Pferde. Der Roman d’Enéas, Chrétiens Erec et Enide und Hartmanns von Aue Erec. In: Formen arthurischen Erzählens vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Hg. v. Cora Dietl und Christoph Schanze. Berlin 2016, S. 109-121.


    Brigitte Burrichter: Li valhans roy Artus. König Artus in der volkssprachlichen Chronik des Jean d’Outremeuse. In: Gattungsinterferenzen. Der Artusroman im Dialog. Hg. v. Cora Dietl, Christoph Schanze und Friedrich Wolfzettel. Berlin 2016, S. 19-31.


    Brigitte Burrichter: Die französischsprachige Geschichtsschreibung. In: Handbuch Chroniken des Mittelalters. Hg. v. Gerhard Wolf und Norbert H. Ott. Berlin 2016, S. 664-706.


    Stefan Tomasek: „Nu sint uns starkiu maere komen“ - Heinrichs von Rugge Heiliggrableich und der Tod Friedrichs I. In: Geschichte in Geschichten. Hg. von Friederike Felicitas Günther und Markus Hien. Würzburg 2016 (Würzburger Ringvorlesungen 14), S. 17-34.


    Dorothea Klein: Habsburgs Glück und Ottokars Ende. Literarische Erinnerungen an die Schlacht bei Dürnkrut am 26. August 1278. In: Geschichte in Geschichten. Hg. von Friederike Felicitas Günther und Markus Hien. Würzburg 2016 (Würzburger Ringvorlesungen 14), S. 35–56.


    Dorothea Klein: Erfahrungen mit der Sterblichkeit. Fallbeispiele aus der Literatur des hohen Mittelalters. In: Der Tod und die Künste. Hg. v. Friederike Felicitas Günther und Wolfgang Riedel. Würzburg 2016 (Würzburger Ringvorlesungen 13), S. 17–48.


    Dorothea Klein: Polyvalenz und Inkohärenz. Zur Allegorisierung höfischer Liebe im Jagdgedicht Hadamars von Laber. In: Verrätselung und Sinnzeugung in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Hg. von Beatrice Trînca. Würzburg 2016, S. 47–67.


     

    Dag Nikolaus Hasse: Success and Suppression. Arabic Sciences and Philosophy in the Renaissance. Cambridge 2016 (I Tatti Studies in Italian Renaissance History).

    The Renaissance marked a turning point in Europe’s relationship to Arabic thought. On the one hand, Dag Nikolaus Hasse argues, it was the period in which important Arabic traditions reached the peak of their influence in Europe. On the other hand, it is the time when the West began to forget, and even actively suppress, its debt to Arabic culture. Success and Suppression traces the complex story of Arabic influence on Renaissance thought.

     

    It is often assumed that the Renaissance had little interest in Arabic sciences and philosophy, because humanist polemics from the period attacked Arabic learning and championed Greek civilization. Yet Hasse shows that Renaissance denials of Arabic influence emerged not because scholars of the time rejected that intellectual tradition altogether but because a small group of anti-Arab hard-liners strove to suppress its powerful and persuasive influence. The period witnessed a boom in new translations and multivolume editions of Arabic authors, and European philosophers and scientists incorporated—and often celebrated—Arabic thought in their work, especially in medicine, philosophy, and astrology. But the famous Arabic authorities were a prominent obstacle to the Renaissance project of renewing European academic culture through Greece and Rome, and radical reformers accused Arabic science of linguistic corruption, plagiarism, or irreligion. Hasse shows how a mixture of ideological and scientific motives led to the decline of some Arabic traditions in important areas of European culture, while others continued to flourish.


    Dag Nikolaus Hasse: Der Sturz des Kamels und die Befleckung des Spiegels. Fernwirkungstheorien in arabischen und lateinischen Kommentaren zu Aristoteles' De insomniis. In:  ΣΩΜΑ. Körperkonzepte und körperliche Existenz in der antiken Philosophie und Literatur. Hg. v. Th. Buchheim, D. Meissner, N. Wachsmann. Hamburg 2016, S. 525-541.


    Dag Nikolaus Hasse: Stylistic Evidence for Identifying John of Seville with the Translator of Some Twelfth-Century Astrological and Astronomical Texts from Arabic into Latin on the Iberian Peninsula. In: Ex Oriente Lux. Translating Words, Scripts and Styles in Medieval Mediterranean Society. Hg. v. C. Burnett und P. Mantas-Exaña. Córdoba / London 2016, S. 19-43.


    Stephan Kraft: Wider den "Hauffen junger Schnautzhahnen". Grimmelshausens Versuch, die Erinnerung an den 30jährigen Krieg in der Gegenwart festzuhalten. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 42 (2017) (im Druck).


    Stephan Kraft: Rez. zu: Johann Mattheson: Texte aus dem Nachlass. Hg. v. Wolfgang Hirschmann und Bernhard Jahn. In: Daphnis, Brill 44 (2016), S. 609-613.


    Schultheiß, Jochen: Augustinus. De doctrina christiana. In: Handbuch der Bibelhermeneutiken. Hg. v. Oda Wischmeyer. Berlin / Boston 2016, 47-61.


    Schultheiß, Jochen: Cassiodor. Institutiones divinarum et saecularium litterarum. In: Handbuch der Bibelhermeneutiken. Hg. v. Oda Wischmeyer. Berlin / Boston 2016, 97-110.


    Wolf Peter Klein: Complexiones am augenender. Zum Problem der Lexikographie historischer Wissen­schafts­sprache unter besonderer Berücksichtigung früher deutscher Fachtexte. In: Historische Lexikographie zwischen Tradition und Innovation. Hg. v. Anja Lobenstein-Reichmann und Peter O. Müller. Berlin / Boston 2016, S. 213-238.


    Joachim Hamm: Hermann Schottennius. In: Frühe Neuzeit in Deutschland 1520-1620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon (VL 16). Hg. v. Wilhelm  Kühlmann, Jan-Dirk Müller, Michael Schilling, Johann Anselm Steiger, Friedrich Vollhardt. Bd. 5 (2016), Sp. 564-570.


    Franz Fuchs: Vir pius et optimus multumque monasterio utilis. Wolfhard Strauß († 1454), Abt von St. Emmeram in Regensburg. In: Kunst - Kontexte. Festschrift für Heidrun Stein-Kecks (Schriftenreihe des Erlanger Instituts für Kunstgeschichte, Bd. 3 und Studien zur Internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 140). Hg. v. Hans-Christoph Dittscheid, Doris Gerstl, Simone Hespers. Petersberg 2016, S. 189-197.


    Franz Fuchs: Art. "Tröster, Johann(es)". In: Neue Deutsche Biographie 26 (2016), S. 436-437.


    Franz Fuchs: Götter und Heilige. Zur Frömmigkeit des Ingolstädter Humanisten Jakob Locher Philomusus (1471-1528). In: Wie fromm waren die Humanisten? (Wolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung. Bd. 33). Hg. v. Berndt Hamm, Thomas Kaufmann. Wiesbaden 2016, S. 247-259.



    Friedrich der Siegreiche (1425-1476). Beiträge zur Erforschung eines spätmittelalterlichen  Landesfürsten. Hg. v. Franz Fuchs und Pirmin Spieß. Neustadt a. d. Weinstraße 2016 (Abhandlungen zur Geschichte der Pfalz. Bd. 17).

    Der Sammelband über den kurpfälzischen Landesfürsten Friedrich I., den Gegenspieler Kaiser Friedrichs III., dem viele seiner Zeitgenossen zutrauten, ein besserer Kaiser zu sein, geht auf eine Tagung vom März 2012 in Neustadt zurück. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der politischen Geschichte.


    Franz Fuchs: Friedrich der Siegreiche und der Amberger Aufstand 1453/54. In: Friedrich der Siegreiche (1425-1476). Beiträge zur Erforschung eines spätmittelalterlichen Landesfürsten. Hg. v. Franz Fuchs, Primin Spieß. Neustadt a. d. Weinstraße 2016 (Abhandlungen zur Geschichte der Pfalz. Bd. 17), S. 325-339.


    Anja Amend-Traut: Monetary and Currency Problems in the Light of Early Modern Litigation. In: Money in the Western Legal Tradition. Middle Ages to Bretton Woods. Hg. v. David Fox u. Wolfgang Ernst. Oxford 2016, S. 295-316.


    Anja Amend-Traut: Artikel "Mutterrecht". In: HRG, 2. Aufl., 23. Lieferung, Berlin 2016, Sp. 1726-1728.


    Horst Brunner: Chapter 78: Würzburg. In: Europe. A Literary History 1349-1418. 2 Bde. Hg. v. David Wallace. Oxford 2016, hier Bd. 2, S. 582-588 (in englischer Sprache).


    Horst Brunner: Mittelalterliche Literatur lesen. Eine Einführung. Stuttgart 2016.


    Julia Gold: ›Von den vnholden oder hexen‹. Studien zu Text und Kontext eines Traktats des Ulrich Molitoris. (Zugl. Diss. Universität Würzburg 2014). Hildesheim 2016 (Spolia Berolinensia 35).


    Joachim Hamm: Antikenübersetzung, frühneuzeitliche Poetik und deutscher Prosastil. Zur Bamberger Übertragung von Ciceros 'Cato maior de senectute' (1522). In: Humanistische Antikenübersetzung und frühneuzeitliche Poetik in Deutschland (1450–1620). Hg. v. Klaus Kipf, Jörg Robert und Regina Toepfer (bei den Herausgebern).


    Joachim Hamm: Lavinia und die Wahrheit der Geschichte. In: Texte auf dritter Stufe. Deutschsprachige Antikenromane als Musterfälle romanisch-deutschen Literaturkontakts. Tagung des IZKT Stuttgart, 25.-26.2.2015. Hg. v. Stephanie Seidl und Marie-Sophie Winter. Berlin 2016, S. 39-53.


    Irmgard Scheitler: Lutherus redivivus. Das Reformationsjubiläum 1617. In: Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie 2016.


    Irmgard Scheitler: Würzburg, der Jesuitenorden und die Anfänge der Oper. In: Schütz-Jahrbuch 2016.


    Irmgard Scheitler: Eine bisher unbekannte Gelegenheitskomposition Philippe de Montes aus dem Jahr 1589 in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. (Zus. mit Helmut Lauterwasser). In: Journal of the Alamire Foundation 2016.


    Irmgard Scheitler: Königsberger Leichencarmina – ein Sonderweg. In: Dichtung und Musik im Umkreis der Kürbishütte. Königsberger Poeten und Komponisten des 17. Jahrhunderts. Hg. v. Peter Tenhaef und Axel E. Walter. Berlin 2016.


    Stephan Kraft: Der Barockroman als "toll gewordene Realencyklopädie". Zu einem Diktum Eichendorffs und seiner Karriere. In: Enzyklopädisches Erzählen und vormoderne Romanpoetik (1400-1700). Hg. v. Mathias Herweg, Klaus Kipf und Dirk Werle. Wiesbaden 2016 (Wolfenbütteler Forschungen).


    Stephan Kraft: Die inneren Kämpfe Kaiser Karls. Zur Modellierung von Vatergefühlen in vorempfindsamen Bearbeitungen des Emma- und Eginhard-Stoffs. In: Das Theater der Zärtlichkeit. Affektkultur und Inszenierungsstrategien in Komödie, Tragödie und Oper des vorbürgerlichen Zeitalters (1630-1760). Hg. v. Jörn Steigerwald. Wiesbaden 2016 (culturae. intermedialität und historische anthropologie).


    Stephan Kraft: Vom Umgang mit einem unerhörten Ereignis. Andreas Gryphius: "Ermordete Majestät. Oder Carolus Stuardus". In: Geschichte in Geschichten. Hg. v. Friederike Günther und Markus Hien. Würzburg 2016 (Herrschaft und soziale System in der Frühen Neuzeit), S. 57-76.


    Stephan Kraft: Zum Schweigen verdammt. Das "Susanna"-Fragment von Sibylla Schwarz. In: Daphnis. Rodopi 2016, S. 70-89.


    Stephan Kraft: Grimmelshausens "Abentheurlicher Simplicissimus Teutsch", der Krieg am Oberrhein und die Wiederkehr des Ewiggleichen. In: Krieg und Kriegserfahrung im Westen des Reiches 1568-1714. Hg. v. Andreas Rutz. Göttingen 2016 (Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit. Bd. 20), S. 299-315.


    Irmgard Scheitler: „Der Klopstock der Musik“. Carl Philipp Emanuel Bach und das Erhabene. In: C.P.E. Bach und Hamburg. Generationenfolgen in der Musik. Hg. v. Tobias Janz, Ivana Rentsch und Kathrin Kirsch. Kassel 2016.


    Irmgard Scheitler: Kontrafakturpraxis und Liedeinsatz im Drama. „Teutsche Liedlein“ des 16. Jahrhunderts. Wolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung. Hg. v. Achim Aurnhammer und Susanne Rode-Breymann. Wiesbaden 2016.


    Irmgard Scheitler: Musik zur privaten Andacht und Erbauung. In: Handbuch der Musik im Barock. Bd. 1: Geschichte der Musik. Teilbd. 2: Geistliche Vokalmusik. Laaber 2016.


    Frank Sobiech: Ethos, Bioethics, and Sexual Ethics in Work and Reception of the Anatomist Niels Stensen (1638-1686). Cham 2016 (Philosophy and Medicine. Bd. 117).

    This book offers a unique and comprehensive outline of the ethos, the bioethics and the sexual ethics of the renowned anatomist and founder of modern geology, Niels Stensen (1638-1686). It tells the story of a student who is forced to defend himself against his professor who tries to plagiarize his first discovery, the “Ductus Stenonis”: the first performance test for the young researcher. The focal points are questions of bioethics, especially with regard to human reproduction, sexual ethics, the beginning of life and the ensoulment of the embryo, together with frontiers of pastoral care. The book delineates Stensen’s ethos as well as its medico-ethical and theological implications and reception by researchers and physicians from the 17th century until today, and asks about his lasting significance. Despite dating back more than 300 years, Stensen’s character and his work offer up surprisingly topical answers to current questions on the nature of professional ethics in medical science and practice. Furthermore, “Ethos, Bioethics, and Sexual Ethics in Work and Reception of the Anatomist Niels Stensen (1638-1686): Circulation of Love” is the first academic book on bioethics and sexual ethics with a foreword by the Prefect of the Congregation for the Doctrine of the Faith. A fascinating book for bioethicists, physicians, members of health professions, scientists, and theologians.

     

    Die Publikation liegt auch in deutscher Sprache vor. Diese finden Sie hier.


    Überlieferungsgeschichte transdisziplinär. Neue Perspektiven auf ein germanistisches Forschungsparadigma. In Verbindung mit Horst Brunner und Freimut Löser hg. v. Dorothea Klein. Wiesbaden 2016 (Wissensliteratur im Mittelalter 52).

    Die Überlieferungsgeschichte gehört zu den bedeutendsten methodischen Paradigmata, welche die Altgermanistik resp. literaturwissenschaftliche Mediävistik in den letzten fünfzig Jahren hervorgebracht hat. Verbunden wird sie vor allem mit dem Namen Kurt Ruhs (1914-2002) und der von ihm initiierten Würzburger 'Forschergruppe für deutsche Prosa des späten Mittelalters', deren methodischer Ansatz sich mit verwandten Ansät­zen in anderen Forschungsfeldern traf.

    Die Beiträge dieses Bandes, die auf eine transdisziplinäre Tagung im Mai 2014 an der Uni­versität Würzburg zurückgehen, fragen nach der Aktua­lität des überliefe­rungsgeschichtlichen Konzepts und den Möglichkeiten seiner Weiterent­wick­lung, nach seinem generellen theoretisch-methodi­schen Gewinn und seiner Anwendbarkeit in anderen geisteswissenschaft­lichen Disziplinen; neben der deutschen, niederländischen, mittel- und neulateinischen Philologie sind Geschichte, Medizin-, Philosophie- und Theologiegeschichte sowie die mediävistische Musikologie beteiligt. Die überwiegende Mehrzahl der Beiträge verbindet jeweils methodische Refle­xion und Fallbeispiel(e).


     

    Bauernkrieg in Franken. Hg. v. Franz Fuchs und Ulrich Wagner. Würzburg 2016 (= Publikationen aus dem Kolleg ‚Mittelalter und Frühe Neuzeit‘. Bd. 2).

    Der Bauernkrieg, die „Revolution des gemeinen Mannes“ des Jahres 1525, ging von den südwestdeutschen Territorien aus, erfasste bald weite Teile Mitteldeutschlands und griff schließlich auch auf Tirol sowie Salzburg über. Betroffen waren aber nicht zuletzt die fränkischen Gebiete, wo die beurischen auffrur die seit langem gültige politische und soziale Ordnung grundstürzend in Frage stellten. Die Belagerung des Würzburger Marienberges durch drei vereinigte Bauernheere und die Niederschlagung dieser Erhebung durch die Truppen des Schwäbischen Bundes bezeichnen einen Wendepunkt des Aufstandes. Der vorliegende Tagungsband bringt ausgewählte, von Sachkennern vorgestellte Themen zu diesem „größten Naturereignis des deutschen Staates“ (Leopold Ranke). Unter anderem wird die mit dem Aufstand in Verbindung stehende Kunst- und Literaturproduktion der mainfränkischen Region in den Blick genommen.


    Horst Brunner: ‚Von uppiglichen dingen/ so will ichs heben an,/ von leidigen baurn singen,/ wie sie es griffen an.‘ Literatur und Öffentlichkeit im Bauernkrieg. In: Bauernkrieg in Franken. Hg. v. Franz Fuchs und Ulrich Wagner. Würzburg 2016 (Publikationen aus dem Kolleg ‚Mittelalter und Frühe Neuzeit‘. Bd. 2), S. 313-328.


    Anja Amend-Traut: Judikative Folgen des Bauernkriegs nach Quellen der höchsten Gerichte im Alten Reich. In: Bauernkrieg in Franken. Hg. v. Franz Fuchs und Ulrich Wagner. Würzburg 2016 (Publikationen aus dem Kolleg ‚Mittelalter und Frühe Neuzeit‘. Bd. 2), S.223-265.


    Joachim Hamm: Traum und Zeitklage. Dürers ‚Traumgesicht‘, Eobans ‚Bellum servile Germaniae‘ und der Bauernkrieg in Franken. In: Bauernkrieg in Franken. Hg. v. Franz Fuchs und Ulrich Wagner. Würzburg 2016 (Publikationen aus dem Kolleg ‚Mittelalter und Frühe Neuzeit‘. Bd. 2), S. 329-354.


    Joachim Hamm: Intermediale Varianz. Sebastian Brants 'Narrenschiff' in deutschen Ausgaben des 15. Jahrhunderts. In: Überlieferungsgeschichte transdisziplinär. Neue Perspektiven auf ein germanistisches Forschungsparadigma. In Verbindung mit Horst Brunner und Freimut Löser hg. v. Dorothea Klein. Wiesbaden 2016 (Wissensliteratur im Mittelalter 52), S. 223-240.


    Joachim Hamm: Zu Paratextualität und Intermedialität in Sebastian Brants Vergilius pictus (Straßburg 1502). In: Diesseits des Laokoon. Intermedialität in der Frühen Neuzeit. Tagung an der Univ. Eichstätt, 28.-31.3.2012. Hg. v. Jörg Robert und Wolf Gerhard Schmidt (im Druck).


     

    Überall ist Mittelalter. Zur Aktualität einer vergangenen Epoche. Hg. v. Dorothea Klein. Würzburg 2015 (Würzburger Ringvorlesungen Bd. 11).

    Dome, Burgen und alte Stadtmauern sind die sichtbaren Zeugen einer vergangenen Zeit. Doch dem vielgeschmähten Mittelalter verdanken wir sehr viel mehr und vieles, was ganz selbstverständlich zu unserem Alltag gehört: Institutionen und Strukturen des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens, Wortschatz und Sprachmuster, Typen von Kunst und Literatur, Ordnungsformen des Wissens und anderes mehr. Die Beiträge dieses Bandes wollen anhand ausgewählter Themenfelder Präsenz und Aktualität des Mittelalters wieder verstärkt ins Bewusstsein heben.

     

    Der Band wurde von der Interreligiösen Bibliothek im März 2016 zum Buch des Monats gewählt. Die entsprechende Rezension finden Sie hier.


    Weitere Publikationen der letzten Jahre finden Sie im Archiv.

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